
Projekte
Mehr als die Summe der einzelnen Teile
Wie soll die Infrastruktur für den Transport von Wasserstoff aussehen? Das erforschte OGE im Projekt „GET H2 TransHyDE“ gemeinsam mit neun anderen Projektpartnern. Auch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) findet das gut. Es hat das Projekt mit mehr als 11 Millionen Euro gefördert.

Nur mit Wasserstoff können wir die Energiewende meistern. Doch wie wird die dafür erforderliche Infrastruktur aussehen? Unter welchen Bedingungen und mit welchem Aufwand können bereits bestehende Leitungen für den Wasserstofftransport genutzt werden? Wie verbindet man die einzelnen Glieder entlang der gesamten Wertschöpfungskette? Wie bleibt die Versorgungssicherheit auch klimaneutral gewährleistet?
Diese Fragen wurden von RWE, Nowega, Rosen, Evonik, die Universität Potsdam, der DVGW, Adlares, Meter-Q Solutions und OGE zusammen beantwortet und praxisnahe Lösungen für den Transport von Wasserstoff entwickelt.
OGE konzentrierte sich im Projekt „GET H2 TransHyDE“ auf Detailfragen rund um qualitative und quantitative Messtechniken sowie deren eichrechtliche Zulassung, auf die Aufreinigung von Wasserstoff und auf die hubschraubergestützte Ferndetektion von Wasserstoffleckagen. Weitere Themenfelder waren die Entwicklung einer containerbasierten Einspeiseeinheit und der Aufwuchs des H2-Transportbedarfs hin zur Optimierung des Transportsystems.
Für das Projekt wurde in Lingen (Ems) ein Test- und Demonstrationsumfeld rund um eine Versuchspipeline aufgebaut und betrieben. Dabei wurden neue Technologien und Methoden für den praktischen Einsatz entwickelt und getestet. Das Projekt hatte eine Laufzeit von März 2021 bis Dezember 2025.
In a nutshell - ein Blick auf die Ergebnisse
Zur Sicherstellung der Wasserstoffqualität wurden geeignete Messverfahren identifiziert, aufgebaut und erfolgreich getestet. Neben massenspektrometrischen Verfahren konnten auch etablierte Methoden aus der Erdgasanalytik für die Wasserstoffanalyse adaptiert werden. Die Ergebnisse wurden im Whitepaper „Aspekte der Gasanalytik im Wasserstoff-Leitprojekt TransHyDE“ veröffentlicht.
Für die Weiterentwicklung eichfähiger Abrechnungsmessungen entstand in Essen ein Wasserstofflabor. Langzeituntersuchungen an Prozessgaschromatografen verschiedener Hersteller verliefen erfolgreich. Zudem wurde ein Referenzsystem zur Validierung von Durchflussmessungen entwickelt. Die Ergebnisse zeigen, dass für Erdgas kalibrierte Messgeräte grundsätzlich auch für Wasserstoff eingesetzt werden können, gleichzeitig aber weiterer Forschungsbedarf im unteren Messbereich besteht.
Zur Untersuchung von Aufreinigungsverfahren wurde eine Technikumsanlage aufgebaut, in der Wasserstoff unter realistischen Transportbedingungen getestet wird. Im Fokus stehen die Abtrennung von Wasser, Ammoniak, Sauerstoff und THT.
Darüber hinaus wurde eine standardisierte und modulare Wasserstoffeinspeiseanlage für dezentrale Elektrolyseure entwickelt. Die Analysen zeigen, dass Kolbenverdichter derzeit die wirtschaftlichste Lösung darstellen, während elektrochemische Verdichter künftig zusätzliches Potenzial bieten. Für den Transport großer Wasserstoffmengen bestätigen die Untersuchungen, dass große Leitungsdurchmesser die kostengünstigste Option sind. Bei steigenden Transportmengen sind Loopleitungen häufig wirtschaftlicher als Verdichter, während Verdichter insbesondere bei geringfügigen Kapazitätsengpässen Vorteile bieten können. Die Ergebnisse wurden im Whitepaper „Verdichtung und Wasserstofftransport: Eine technische und wirtschaftliche Analyse“ veröffentlicht.

GET H2 TransHyDE war eines von vier Demonstrationsprojekten innerhalb des Leitprojekts TransHyDE, in dem es um Transport-Technologien für Wasserstoff ging. Mit zwei weiteren Leitprojekten bildeten sie die größte Förderinitiative des BMFTR zum Thema Energiewende überhaupt und setzten so einen entscheidenden Impuls für Deutschlands Einstieg in die Wasserstoffwirtschaft.
TransHyDE H2-Labor in Betrieb
Hier gibt es mehr Informationen:




Pressemitteilung / pdf / 65.56 KB
OGE nimmt deutschlandweit einmaliges TransHyDE H2-Labor in Betrieb
Innerhalb von zwei Jahren hat OGE das innovative TransHyDE H2-Labor am Standort Essen geplant, gebaut und in Betrieb genommen. Das Projekt TransHyDE gehört zu einem von drei Wasserstoff-Leitprojekten…, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert werden.











